Wer wirkt bei einer Opernproduktion eigentlich alles mit? Wie sieht es auf der Bühne aus, wenn gerade keine Vorstellung stattfindet? Wo und wie werden Bühnenbilder und Kulissen hergestellt und aufbewahrt? Was hat die Schneiderei alles zu tun und wie wird musikalisch vor einer Premiere mit Sänger*innen und Orchester gearbeitet?
Diese Fragen stellten sich die Schüler*innen des Musikprofils schon im letzten Schuljahr.
Im Januar dieses Jahres standen die 15 Schüler*innen des Musikprofils dann endlich mit Frau Dömeland, ihrer Musiklehrerin, auf der riesigen Bühne des Freiburger Stadttheaters. Sie durften über das Musikvermittlungsprogramm des Theaters als Patenklasse die Opernproduktion „Rigoletto“ begleiten. Annika Kirschke begleitete das Projekt von Seiten des Theaters.
Seilzüge, Drehbühne, Kulissen und Requisiten, Special-Effekte, Schreinerei, Kostüme und Probenpläne – die Schüler*innen tauchten ein in eine unbekannte, faszinierende Welt des Theaters. Besonders beeindruckt waren die Schüler*innen von der Möglichkeit, den Sänger Sahel Salam, der die Rolle des Herzogs von Mantua in der Oper übernahm, auf einer Probebühne zu erleben und mit ihm über sein Leben als Sänger ins Gespräch zu kommen. Die Regisseurin Emily Hehl berichtete spontan über ihre Arbeit, erzählte, was bei der Premiere auf der Bühne zu sehen sein wird und begeisterte mit ihrer offenen Art.
Wieder zurück in der Schule, schilderten die Schüler*innen im Unterricht ihre ersten Eindrücke zur Ouvertüre und entwickelten eigene Standbilder zur Musik. Mitten im Schulalltag ging es abends zur ersten öffentlichen Probe ins Stadttheater: Das Orchester befand sich auf der Bühne, Techniker sprachen immer wieder durch Mikrofone, die Regisseurin lief über die Bühne, es wurde geschauspielert, gesungen, unterbrochen, wiederholt – die Vorfreude auf die Premiere stieg. Wie wird wohl alles aussehen und klingen, wenn fertig geprobt wurde?
Die Schüler*innen des Musikprofils durften am Samstag, den 24. Januar bei der Premiere dabei sein.
Sie sahen voller Freude bekannte Gesichter auf der Bühne wieder, verfolgten interessiert und aufmerksam das Geschehen und lauschten der Musik. Tosender Applaus, nicht zuletzt von den 15 Schüler*innen, erfüllte den großen Saal des Stadttheaters.








